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Dienstag, 2. November 2010

115 Machu Picchu - harte Arbeit

Die Inkas wussten, dass irgendwann ein Weisser kommt, ein Gott mit heller Haut, langen Haaren, der sie weiterbringen wuerde. Das war in ihrer Religion fest verankert, so begruessten sie die ersten Weissen mit offenen Armen. Die Hochkultur der Inka wurde zerstoert, viel weiss man heute nicht mehr von Ihnen.
Die versunkene Inkastadt Machu Picchu wurde dann 1911 von einem Amerikaner wieder entdeckt, dadurch wurde dieser beruehmt, der peruanische Bauer, der ihm den Tip gab und ihn den Berg herauffuehrte, bekam dafuer 1 Soles (25 Euro-Cent)..... So ist es wohl haeufig in der Geschichte.....
Wir wollten soviel vom Alten Berg (Machu Picchu) erleben wie moeglich, und so fing unser Tag schon um 3.30 Uhr an. Um diese Uhrzeit muss man sich fuer einen der ersten Busse anstellen, denn nur die ersten 400 Besucher bekommen einen von den heissbegehrten Stempel, die einem erlauben, die alte Stadt zusaetzlich von dem Wayna Picchu (einem 200m hoeher gelegenen Berg) zu betrachten.
Mystisch lag die Stadt im Nebel der tiefhaegenden Wolken, als wir dann um 5.30 von Aguas Calientes 30 min mit dem Bus die vielen Serpentinen hochfuhren. Als Spaeter rissen dann die Wolken auf und wir konnten ein paar Fotos der noch menschenleeren Stadt machen. Aber seht selber...




Frank und wir, den Hut hat er fuer seine Frau gekauft, er sagte aber selber:
With this hat I look gay, but I am not.


Sonntag, 31. Oktober 2010

114 Ein Freund fuers Leben oder Julia rettet Leben....

Um zum Machu Picchu zu kommen, kann man den Zug von Cusco nehmen und sehr viel Geld zahlen, oder man nimmt sich ein Taxi oder Micro (so eine Art Sammeltaxi fuer 10 Leute) und faehrt damit zuerst nach Ollantaytambo und nimmt dann den Zug nach Aguas Calientes. Man ist so sogar eher da und zahlt dafuer weniger als die Haelfte. Auf der 2 stuendigen Micro-Fahrt - am hoechsten Punkt unserer Reise - sagte unser mitreisender Chinese, er koenne nichts mehr sehen. Ihm sei komisch. Und dann ist er weggetreten, ohnmaechtig geworden. Julia hat sich um ihn gekuemmert, ihm ein - zweimal eine ordentliche Ohrfeige geklatscht, ihm den Puls gefuehlt und ihn dann mit Fragen gepiesackt und mit Schokolade und Cola gefuettert, damit er bei Bewusstsein blieb. Der Microfahrer hatte noch hochprozentigen Alkohol dabei, das als Riechsalz fungierte und Frank (den Namen konnte Julia anhand ihrer professionellen Fragen recht schnell eroertern) war dann nach Kurzem wieder hergestellt. Frank hat natuerlich auch einen echten chinesischen Namen, aber den konnten wir weder verstehen noch uns merken. Er war aber allen Mitreisenden und besonders Julia so dankbar, dass er gar nicht mehr aufhoerte, uns einzuladen, und kaufte uns Eis und Schokolade. Er ist tatsaechlich davon ueberzeugt, dass Julia ihm das Leben gerettet hat.
So lernten wir Frank und natuerlich den Rest der Mitfahrenden kennen und verbrachten mit Einigen von Ihnen dann noch einen sehr schoenen Abend, denn unser "Neugeborener" liess es sich nicht nehmen, uns auch noch zum Essen einzuladen. Die Kommunikation war dabei ein wenig schwierig. Frank spricht nur Englisch, die Peruanerinnen nur Spanisch, naja, und wir hatten alle Muehe in den verschiedenen Sprachen immer zu uebersetzen (Naja, wir haben es versucht und hatten viel Spass)...



Donnerstag, 28. Oktober 2010

113 Die Rollkofferfraktion

Jetzt sind wir seit ungefaehr 10 Monaten unterwegs, immer die gleichen Klamotten an, immer einen Rucksack auf dem Ruecken und Einen vor den Bauch geschnallt. Wir sind nicht die guenstigsten Reisenden, denn wir wollen auch mal was sehen, aber wir sind auch keine Touristen mehr, denn wir verhandeln um jedes Wasser, jede Taxifahrt und jede Hoteluebernachtung hart.
Wir ueberlegten uns, fuer die Fahrt von Puno am Titikaksee nach Cusco einen Bus zu nehmen, der noch an ein paar Inkaruinen Halt macht, die man dann von einem Reiseleiter erklaert bekommt.
Was wir nicht wussten (ok, wir haetten es uns denken koennen), in diesem Bus fuhren keine ranzigen Individualreisenden wie wir mit. Am Morgen, als es los gehen sollte, kamen immer mehr Herrschaften jeden Alters und aller Nationen, die von ihrem peruanischen Reisefuehrer begleitet wurden und der deren Rollkoffer hinter sich herzogen und sich dann mit einem Briefumschlag oder gruenen Dollerscheinen in deutsch, englisch oder chinesisch voneinander verabschiedeten. Die Rollkofferfraktion hatten ihre Touren ueber einen Reiseveranstalter gebucht und wurden demenstrechend die ganze Zeit ihrer Reise an die Hand genommen. Leider stellte sich auch die Kontaktaufnahme zu diesen Herrschaften waehrend der Busfahrt als ein recht schwieriges Unterfangen dar.
Der Trip war trotzdem ganz schoen, recht komfortabel und interessant. Als wir dann in Cusco ankamen, wurden dann alle Mitreisenden wieder von peruanischen Reisebegleitern empfangen. Waehrend wir uns noch mit den Taxifahrern um die Preise stritten, wurden sie wieder an die Hand genommen und in ihre teuren Hotels gebracht.