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Dienstag, 23. März 2010

048 Ein Rueckblick

Wir sind gesund und munter in Kuala Lumpur gelandet und wurden von Julias Brieffreundin am Flughafen abgeholt und herzlich in Empfang genommen.
Aktuell sitzen wir in unserem Backpacker und es regnet seit Stunden wie aus Eimern. Die Tropfen haben die Groesse von Kolibries, so dass, wenn man von ihnen getroffen wird, man vollkommen durchnaesst ist. Zeit fuer einen kleinen Rueckblick. 2Monate und 4Laender.

Man kann sagen, dass wir bisher eigentlich ganz gut mit unserem Geld klargekommen sind. Die Planung war recht praezise und wir muessen nicht vorzeitig nach Hause kommen (hoffentlich bleibt es dabei). Wir sind recht gut mit den Tagesbudgets der einzelnen Laendern ausgekommen. Zu den verschiedenen Laendern und Voelkern laesst sich sagen:
Die Thais sind vor allem im Norden und abseits der Haupt-Touri-Routen schuechtern und sprechen kaum Englisch. Sind aber sehr, sehr hilfsbereit.
Laos hat uns bisher am Besten gefallen. Die Menschen erschienen uns ein wenig forscher als die Thais. In den local-buses, mit denen wir sehr haeufig gefahren sind, sind wir oft von jungen Menschen angesprochen worden. Sie wollten nichts verkaufen, sie wollten sich nur ein wenig mit uns unterhalten und ihr Englisch aufbessern.
In Kambodscha wurden wir auch haeufig auf englisch angesprochen, hier allerdings wollte man etwas von uns." One Dolllaaaaaarrrrr, pleeeeaaaaaassse ".
War der haeufigste Satz den wir von bettelnden Kindern hoerten und diese waren auch manchmal sehr hartnaeckig. Die Tuk-Tuk-Fahrer waren sehr gut organisiert und strukturiert. Sie hatten Fotos von den Orten, die man besichtigen konnte dabei und Empfehlungsschreiben von ehemaligen Kunden in verschieden Sprachen. Immer laechelnd und zu einem Scherz bereit ziehen sie den Kunden das Geld aus der Tasche.
Wirklich eine Schande in den beiden Laendern ist das Muellproblem. Jetweder Muell wird einfach in die Natur geworfen, so dass sich dieser zu grossen Haufen an den Strassenraendern ansammelt. Das erschreckenste Erlebnis hatten wir in den 4-thousend Ilsands in Laos. Zur besten Sonnenunterganszeit sassen wir am Fluss und sahen die Sonne hinter den Palmwipfeln verschwinden, ein schoenes Postkartenmotiv, dass jaeh durch den schwimmenden Plastikmuell zerstoert wurde, den just ein Inselbewohner vor unseren Augen in den Mekong kippte.
Vietnam war (hier muss ich ersteinmal seufzen), schoen. Es ist verkehrstechnisch weitaus besser ausgebaut als etwa Laos oder Kambodscha. Aber die Menschen, so haben wir es in den letzten Tagen empfunden, sind ruecksichtslos und unhoeflich. Nicht alle! Natuerlich nicht alle, aber die beiden Eigenschaften nahmen zu, je weiter man nach Norden kommt. Eine Ausnahme stellten die Menschen in Sapa dar. Vietnam sehen wir beide als das anstrengenste Land unserer bisherigen Reise an.

Sonntag, 21. März 2010

047 SAPA

Bevor Vietnam anfing, uns gehoerig auf die Nerven zu gehen, und wir kurz davor waren, diese zu verlieren, sind wir mit dem Nachtzug von Hanoi ins noerdliche Hinterland ( Sapa ) gefahren. Sapa liegt ca. 9 Stunden mit dem Zug entfernt Richtung China und beherbert eine paar versteckte Bergvoelker mit eigener Sprache, traditioneller Kleidung und eigener Kultur. Aufgrung einer defekten Klimaanlage, kuehlte man uns im Zug auf ca. 15 Grad Celsius runter. Damit wir aber nicht das Bewusstsein verlieren wuerden, haben sich die mitfahrenden Vietnamesen ueberlegt, alle 5 min in unser Abteil hereinzustuerzen und irgendetwas auf vietnamesich zu bruellen. So haben wir es nur unserer an Lethargie erinnernden, inneren Ausgeglichenheit ( und Ohrstoepseln ) zu verdanken, dass wir zumindest 2 Stunden Schlaf gefunden haben.
Dafuer entschaedigte dann aber Sapa an Sich. Wunderschoene Landschaften mit huebschen Reisterassen. Am ersten Tag leider noch etwas diesig, am zweiten dann etwas sonniger. Wir haben in einem sogenannten Homestay uebernachtet, also bei einer Hmong-Familie im Wohnzimmer. Super freundliche und zuvorkommende Menschen, die uns auch tagsueber als Tour-Guide dienten. Wir sind froh, dass wir diese Tour am Ende gemacht haben. Geniesst einfach die Fotos.



Freitag, 19. März 2010

046 Ohne Worte

Quelle:

vom 19.03.2010
Als Lehrer in China
Mein schlimmstes Ferienerlebnis

Jan-Christoph Kammann
Nach den Neujahrsferien kehrt Sprachlehrer Jan-Christoph Kammann unter Applaus in seine Klasse zurück. Seinen Urlaub macht er gleich zum Thema: Die Kinder müssen ihn in der Rolle der garstigen Verkäuferin und des fiesen Taxifahrers ertragen. Seine chinesischen Schüler sind entsetzt.
Mit Applaus begrüßen mich die Schüler nach den Ferien; ich hatte zwei Monate frei (...). Ein bisschen plagt mich mein schlechtes Gewissen ob meines langen Urlaubs, doch meine Reisen lassen sich wunderbar in den Unterricht einbauen. Ich war unterwegs im Land und habe festgestellt: Reisen mit limitierten Chinesischkenntnissen kann sehr anstrengend sein. Kartenstudium, Restaurantbesuche, Wegbeschreibungen, Fahrkartenkauf - all das kostet Nerven.
Im Unterricht nutze ich die Gelegenheit und drehe den Spieß um. Wir spielen eine Art Rollenspiel: China wird zu einem englischsprachigen Land und die Schüler damit zu "Laowais", also Ausländern. Sie sollen ihr Land mit meinen Augen sehen. Wir proben unter Realbedingungen, so wie ich es erlebt habe, nur dass der Sprachenvorteil diesmal bei mir liegt.
Es geht los mit einer fiktiven Taxifahrt. Ich als Taxifahrer weiß natürlich nicht, wo der "houchezhan", der Bahnhof, ist. Ich spreche schließlich kein Chinesisch. Ich höre mir das Gestammel der Schüler-Fahrgäste einige Minuten an und winke dann ab. "I don't know", sage ich und weise ungeduldig zur Tür. Schließlich muss ich mir keine Mühe geben, es gibt ja auch noch andere Fahrgäste.
Begriffsstutzig oder garstig? Manchmal schwer auseinanderzuhalten
Neuer Versuch. Ich bin ein anderer Taxifahrer, der sich freut über die exotischen Fahrgäste, und stelle Fragen in einer Tour: "Wo kommst du her, wo willst du hin? Wieviel verdienst du? Und wie teuer war dein Rucksack?" Irritiert schauen die Schüler mich an und versuchen, auf meine Fragen zu antworten.
Dann folgt eine Auseinandersetzung mit einer begriffsstutzigen oder garstigen - so genau ist das manchmal nicht zu unterscheiden - Ticketverkäuferin am Bahnhof der Stadt Changchun. Die Verkäuferin spiele ich.
In chinesischen Zügen kann man sich entscheiden, ob man stehen, sitzen, unkomfortabel oder komfortabel liegen möchte. Zur Auswahl stehen also no seat, hard seat, hard sleeper oder soft sleeper. "Hello Lady", legt ein Schüler los. "What do you want?", fahre ich ihm patzig ins Wort. "Want soft sleeper", sagt er.
Ich schweige. "Uhhm soft sleeper?", fragt er vorsichtig. Ich schweige weiter und schüttele genervt den Kopf. Er schaut sich unsicher um, seine Klassenkameraden wissen aber auch nicht weiter. "Where do you want to go?", herrsche ich ihn an. "Ahhh. Uhhh. I don't know. Beijing?" Ich verkaufe ihm ein Ticket im hard-sleeper-Abteil nach Peking.
Lost in Translation
So ähnlich ist es mir selbst am Bahnhof ergangen. Als ich das erzähle, ist der Schüler entsetzt. Nach einigem Überlegen fügt er aber hinzu, dass die ganze Abwicklung mit einem schlichten "Ni fei chang piao liang", also "You're so beautiful", wahrscheinlich schneller gegangen wäre. Das werde ich am nächsten Ticketschalter mal ausprobieren.
Weiter geht es im Zug. "Nach reichlich Ellbogeneinsatz erreicht ihr den Waggon mit der Nummer auf eurem Ticket", sage ich. Der Zug ist bereits voll mit Reisenden, die hektisch versuchen, ihre Betten zu finden, sich streiten und den schmalen Gang blockieren. "Ihr müsst nun noch das richtige Bett finden. Am besten ihr fragt einen Mitreisenden."
"Excuse me?", beginnt eine Schülerin, "can you show me?" "Of course", sage ich freundlich und erkläre das Ticket. Dummerweise ist die Bettnummer schon belegt. Komisch, da hat sich wohl jemand vertan. Jetzt schlüpfe ich in die Rolle des Fahrgasts, der auf ihrem Bettplatz liegt. "Excuse me?", fragt sie. Ich mach es ihr nicht einfach und schalte auf stur. Nach einer kurzen Diskussion räume ich das Bett aber dann doch. Die Schüler haben Mitleid mit mir und versprechen, selbst mehr Geduld mit Ausländern zu haben.
Auf der Suche nach dem "friedlichen Hof"
Die meisten Menschen, die ich traf, waren aber nett, versichere ich. Manchmal zu freundlich - und das kann bei der Hotelsuche in einer Metropole wie Peking zum Problem werden. "Ihr wohnt im Gasthaus 'Der Friedliche Hof' und müsst nun den Weg dorthin erfragen.". Dafür habe ich einen englischen Stadtplan besorgt. Erstmal eine Standortbestimmung. Wo sind wir eigentlich? Als Faustregel gebe ich meinen Klassen mit auf den Weg, mindestens drei Leute zu fragen, um sicher zu gehen. Ohne sich auch nur vom Fleck bewegt zu haben, befinden sich die Schüler offenbar zur selben Zeit an drei verschiedenen Orten.
Ratlosigkeit.
In der Rolle der Passanten bin ich ausgesprochen freundlich und versuche zu helfen. Ein "Weiß ich nicht" verkneife ich mir, es wäre mir unangenehm und würde mit einem herben Gesichtsverlust einhergehen. Also müssen die Kinder so lange auf Englisch fragen, bis es mindestens zwei Übereinstimmungen gibt.
Genauso verfahre ich dann auch mit der Wegbeschreibung zum Gasthaus "Der friedliche Hof". Ein bis zweimal falsch abbiegen gehört aber auch dazu, das kann passieren, wenn man nicht richtig aufgepasst hat. Am Ende freuen sich die Schüler, als sie endlich einchecken können.
Aber nächste Woche geht die Reise weiter in abgelegene Provinzen und kleine Dörfer, in denen niemand auch nur ein Wort ihrer Sprache spricht. Dort gibt es keine Hotels, und Fast Food wächst auch nicht auf Bäumen. "Keine Sorge, irgendwann hat man den Bogen raus", sage ich noch und spiele zum Abschied Iggy Pops "The Passenger".
OK, wir sind nicht in China, aber Vietnam ist wirklich nah. Und von diesen Erlebnissen haben wir auch ein paar auf Lager.....
In diesem Sinne: Good Bye, Vietnam. Good Morning, Malaysia.

Montag, 15. März 2010

045 Horrortrip Halong Bay

Relax, take it easy..... das mussten wir uns mehr als 2x sagen!

Es begann wie eine normale, schoene, etwas diesige, touristische Bootstour (mit Uebernachtung auf dem Boot) in die schone Halong Bay.
9 Touristen (darunter Australier, Amerikner, Irinnen, ein Ungar (merkt Euch den) und 2 Euch wohlbekannte Deutsche) beschnupperten sich auf dem Boot.
Das Essen war super, die Zimmer huebsch, das Wetter so durchwachsen, die Stimmung war gut.
Die Getraenke sollten extra kosten - horrende Preise (Vietnamesen sind gewiefte Oekonomen) - selbst mitgebrachte Getraenke erforderten eine Service-Charge, die noch teurer sein sollte. Da kam der Australier auf die Idee, Wein von einem fahrenden Haendler auf einem kleinen Paddelboot zu kaufen und diese Flasche dann auf diesem Paddelboot zu trinken. Kaum gesagt, schon getan, einer folgte dem anderen, so dass dann 4 von der Truppe in verschiedenen Booten sassen und jeweils eine Flasche Wein trinken wollte. Keiner dieser 4 hatte aber einen Korkenzieher, Joerg verlieh sein heiss-geliebtes Taschenmesser - naja und den Rest koennt Ihr Euch ja denken. Nachdem alle wieder an Bord waren, wurde in einem Nebensatz fallengelassen, dass das Messer irgendwie weg sei - ja vielen Dank. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das Messer die Runde gemacht hat und der Ungar hat tatsaechlich an rosa Elefanten geglaubt....Der fliegende Haendler hat behauptet, das Schweitzer-Taschenmesser waere seines.....
Aber damit nicht genug. Es wurde weiter gelacht und getrunken, einige tranken mehr als andere. Und der Ungar kam auf die gradiose Idee, mitten in der Nacht, im Stockdunkeln, von einem 3-stoeckigen Boot vom Dach in unbekannt tiefes Wasser zu springen!!!! Er tauchte eine halbe Ewigkeit nicht mehr auf. Lange Sekunden verstrichen. Auch die vietnamesische Besatzung wurde zusehends nervoes. Wir waren so sauer - so eine hirnverbrannte Aktion!
Zum Glueck tauchte der Ungar (der unter das Boot durchgetaucht ist) mit ein paar Schrammen auf. Unser Fuehrer sagte, dass das Wasser an dieser Stelle sehr niedrig sei. Gott sei Dank ist nicht mehr passiert!
Jetzt erholen wir uns von diesen Aergernissen im lauten Hanoi. Morgen geht es zu den Reisterassen nach Sapa.

Mittwoch, 10. März 2010

044 Money, money, money....

Money, money, money, it's so funny.....
Innerhalb von 7 Wochen haben wir 5 Laender besucht, in jedem Land gab es eine andere Waehrung:
Thai Baht: 1 Euro = 44 THB
Laotische Kip: 1 Euro = 11000 Kip
Kambodschanische Riel: 1 Euro = 5600 Riel
Vietnamesische Dong: 1 Euro = 26000 Dong
Naja, das war ja nur der Anfang. In Kambodscha bekommt der Tourist an sich nur amerikanische Dollar aus dem Automaten, bekommt aber - beim Einkauf - halbe und viertel Dollar dann in Riel zurueck. Gehandelt wird meist in amerikanischen Dollar, gezahlt dann aber haeufig in der Landeswaehrung. Und fuer jeden Europaeer gilt: Die Preise werden in der Heimatwaehrung verglichen.
Das bedeutet, jede Waehrung wird zwischendurch in US$ oder Euro umgerechnet. Das erfordert viel Kopfarbeit!!!!
Und da soll man nicht durcheinander kommen, haha, sehr lustig!

Montag, 8. März 2010

043 Unsere Route

Wir sind von Siem Reap nach Battambang 10 Stunden mit dem Boot gefahren. Von dort mit dem Bus ueber Phnom Penh 11 Stunden nach Sihanoukville. Dann zurueck mit den Bus nach Phnom Penh (5 Stunden), um dann wieder mit einem Boot 8 Stunden nach Chau Doc ( Vietnam ) zu fahren. Dort mit dem Klapperbus nach Ho Chi Minh (7 Stunden) und gleich darauf mit dem Nachtbus 9 Stunden nach Nha Trang.
Dat is hier keine Erholung, wie sich das immer anhoert, sonder harte Arbeit. Unsere Hintern haben schon Hornhaut.

Samstag, 6. März 2010

042 Tauchen

Stampfend und rollend tuckkert das Boot ueber den Ozean. Wir stehen mit einer Tasse dampfenden (Pulver)Kaffee am Bug und schauen in die aufgehende Sonne. Heute ist Tauchen angesagt und dann gleiten wir mit einem beherzten Sprung ins Wasser und in eine neue Welt.
OK, hier die Fotos:




Wen es interessiert, wir waren in Nha Trang ( Vietnam ) tauchen. Dort haben wir in der 5*PADI Tauchschule Octopus tauchen gelernt. Die Zeit war sehr schoen und der Kurs war klein ( nur Julia und Joerg mit deutschsprachiger Tauchlehrerin). Und nun sind wir offizielle Taucher! Juhu!!!