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Montag, 1. Februar 2010

034 Der letzte Abend im Paradies war paradisisch

Gestern hatten wir unseren letzten Abend in Nong Khai und er war einfach paradisisch. Nach einem leckeren Abendessen sind wir noch auf ein Hausboot am Mekong in eine Bar gegangen. Diese Atmosphaere versuche ich euch mal zu beschreiben. Halb sitzt man, halb liegt man auf den schoenen Matten mit einem sehr gemuetlichen Rueckenkissen, man geniesst das etwas schummrige aber sehr angenehme Licht, bewundert den Mekong, trinkt ein kaltes Chang-Bier, es weht ein laues Lueftlein, wird lauthals vom anderen Ufer (also Laos) mit komischer Musik beschallt und versucht den schoenen Klaengen der Live-Musik von Poncho zu lauschen. Poncho ist ein Amerikaner, der mit seiner Gitarre dort sass und sowohl eigene als auch andere Lieder spielte. Sehr witziger Song war, wo Shiva (ein hinduistischer Gott der Zerstoerung - meist abgebildet als vielarmiger, blau-lilafarbender Gott) nach LosAngeles reist, um es zu zerstoeren. Insgesamt also eine etwas bizarre Vorstellung. - Ein wirklich wundervoller Abend.

Ja, und heute sind wir in Laos angekommen. Die Einreise verlief problemlos, Vientianne ist ein huebsches Staedtchen. Wir waren bereits in der vietnamesischen Botschaft, um unser Visum zu beantragen und nun sind wir ein bisschen muede und werden uns heute einfach treiben lassen.

Samstag, 30. Januar 2010

033 Ein Paradies in Nong Khai (kurz vor Laos)

Nach dieser etwas unruhigen Nacht im Wat haben wir in Nong Khai ein kleines Paradies gefunden:
Mut Mee Guest House. Ein wunderschoener Backpacker direkt am Mekongufer gelegen. Zentral liegt ein grosser Garten/Restaurant, wo viel Gruen Schatten und damit auch Kuehle spendet. Zimmern gibt es hier in jeder Preislage. Einfach paradisisch. Hier koennen wir ausruhen, Kraefte sammeln und mit anderen Travellern ins Gespraech kommen. Wir lernten Wolfgang kennen, der uns eine deutsche Baeckerei hier empfehlen konnte, wo es deutsches Brot und guten Kaffee gibt (guter Kaffee ist hier naemlich Mangelware - alles schoen Instant Coffee). Ausserdem konnte er uns ein paar gute Tips fuer Laos und Vietnam geben.
Wir nehmen langsam Abstand vom reinen Touristen-Dasein: Wir muessen hier nicht mehr jeden Wat und jeden Park sehen und geniessen einfach so das Leben!
Gestern waren wir vietnamesisch essen: Man bekommt duennen Reisnudelteigblaetter und befuellt diese dann nach Belieben mit Gemuese, Fleisch und Gewuerzen. Die mitgereichte Sosse war einfach ein Gedicht!



Freitag, 29. Januar 2010

032 Es fing an mit einem Bus, einem Moench und zwei Bananen

... Wir sassen mal wieder in einem kleinen schnuckeligen Klapperbus und sollten fuer die naechsten 136 km ca. 4,5 Stunden brauchen. Wie sassen fast ganz vorne und hatten eine schoene Sicht auf den Mekong. Nong Khai war unser Ziel. Nach ca. einer halben Stunde stieg ein buddhistischer Moench an einer der unzaehligen Haltestellen zu. Da Moenche insbesondere keine Frauen beruehren duerfen aber auch sonst nicht beruehrt werden duerfen, sitzen sie meist ganz vorne auf dem "Beifahrersitz". So auch dieser Moench, er ging an unserem Platz vorbei und setzte sich direkt vor uns. Noch bevor der Bus wieder losfuhr, fragte er uns auf einem mehr oder weniger verstaendlichen Englisch, wo wir herkaemen, ob wir Hunger haetten und schenkte uns 2 Bananen. Im Laufe der Fahrt kamen wir immer mehr ins Gespraech und nach ca. 2 Stunden lud er uns ein, in seinem Wat (Tempel) zu uebernachten. Wow, natuerlich sagten wir zu. Wir hatten schon im Internet von einigen Leuten gelesen, die sich so etwas organisiert hatten, aber hey, wir wurden eingeladen. Cool.
Wo denn sein Wat waere, fragten wir. Da wo er eingestiegen sei, kam da als Antwort. Shit, wir hatten noch ca. 2 Stunden bis Nong Khai und dann mussten wir die ganzen 4 Stunden wieder zurueckfahren. So langsam schwand unsere Begeisterung. Wir ueberlegten, eine Nacht in Nong Khai zu uebernachten und ihn dann besuchen zu kommen, aber diesen Vorschlag verstand der Moench nicht (wollte es nicht verstehen).
Also fuhren wir die ganzen 4 Stunden mit dem gleichen Klapperbus wieder zureuck. Die Besatzung des Busses wurden schnell unsere Freunde und machten sich ein wenig lustig ueber uns. Wir kamen gegen 19.00Uhr bei seinem Wat an. Klein, bescheiden und einsam lag sein kleiner Tempel auf einem kleinem nebelverhangenem Berg. Die Sonne war bereits untergegangen. Ein Tempel und zwei einfache Huetten lagen vor uns im Dunkeln. Worauf hatten wir uns da eingelassen?
Das ganze Ausmass wurde uns erst bewusst, als wir sahen, was in den Huetten war.
Nichts, kalter Fliesenboden, leicht dreckige Waende und zwei Bambusmatten, sonst nichts.
Das hiess, wir schliefen diese Nacht auf dem Boden.

Also bauten wir unser Moskitonetz auf und aus den restlichen Klamotten die wir mithatten einen Schlafsack, da es schon langsam kalt wurde. Dann war Schlafenszeit. Moenche essen nur Morgens und Mittags und so wurde nicht noch etwas gekocht oder gegessen. Der Moench zog sich zuerueck, um zu beten und zu meditieren, und wir waren allein. Das war aber nicht so schlimm, da unser Moench uns bei der Abfahrt in Nong Khai noch etwas zu essen gekauft hatte, und so konnten wir die kalten Reste noch essen, bevor wir uns nach einer kleinen Katzenwaesche auf den Boden legten.
Es wurde eine lange und kalte Nacht, aber eine riesig tolle Erfahrung. Am naechsten Morgen um Punkt 6 Uhr laeutete der Moench seine Glocke und ging dann runter in das Dorf, um sich essen zu erbetteln (das ist hier ueblich, davon leben die Moenche hier) und bei der Gelegenheit muss er wohl fuer uns eine Fahrgelegenheit organisiert haben, die uns dann wieder nach Nong Khai brachte. Bevor wie abfuhren wurden wir noch von einigen Dorfbewohnern bewundert und herzlich begruesst. Ich denke, wir waren Tagesgespraech Nummer 1.
Ein tolles Abenteuer!!!

Dienstag, 26. Januar 2010

031 Lange Fahrt ins Thai-Touri-Gebiet

Heute morgen sind wir frueh aufgestanden und haben das wunderschoene Sukhothai mit dem wunderschoenen Backpacker J+J Guest House verlassen. Wir wechselten einige Male den Bus und stellten fest, wir verlassen die ausgetretenen Touristenpfade. Schilder auf Englisch = Fehlanzeige. Die Busse wurden immer klappriger und voller. Die Thais waren alle sehr nett und hilfsbereit. Viele konnten sogar mehrere Fremdsprachen. Neben Thai sprachen einige laotisch und vietnamesisch, doch leider konnten wir keine dieser Sprachen, sodass wir uns mit Haenden und Fuessen verstaendigt haben. Es hat alles sehr gut geklappt, und jetzt sind wir abseits der westlichen Touriroute ungeahnt im Thai-Touri-Ort schlechthin angekommen. Eine kleine Stadt namens Chiang Khan am Mekong-Ufer mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang. Dies ist ein ganz anderes Thailand. Viele Thais mit riesigen Kameras - alle besser als unseren mickrigen Fotoknipsapperaten! Ausserdem gibt es hier viele In-Laeden mit Retro-Sachen, Kunstbildern und teuren Restaurants direkt am Mekong-Ufer, das natuerlich eine lange Promenade hat, wo die Thais dann joggen oder mit ihren Schosshuendchen herumflanieren. Leider ist unsere Unterkunft recht heruntergekommen, so dass wir uns entschieden haben, morgen nach Nong Khai weiterzufahren.
Heute ist uns dann Gott sei Dank auch noch aufgefallen, dass wir noch ein Visum fuer Vietnam beantragen muessen, jetzt wissen wir, was wir in Vientiane (Hauptstadt von Laos mit vietnamesischem Konsulat) tun werden.

Montag, 25. Januar 2010

030 Versprochene Bilder


Ein Tempel in Sukhothai

eine Buddahand


Wir machen die Gegend mit dem Moped unsicher

Julia mit ihrem Morgenkaffee im Backpacker

Wenn Joerg boese wird, geht Julia auf Tauchstation

Joerg mit seinem Geburtstagspancake


Unser Klapperbus

Eindruecke aus Thailand (Sukhothei und Umgebung)

Sonntag, 24. Januar 2010

029 Das kann ich nur bestaetigen

Hallo, ich - Julia - moechte auch mal etwas zu diesem Blog beitragen. Sukothai ist einfach ein Traum. Gestern waren wir den ganzen Tag in der Old Town, wo Backstein-Ruinen mit ein paar Buddahs auf satt gruenem Gras stehen. Es ist einfach eine Augenweide!
Und heute haben wir das Abenteuer "Wir Fahren mit einem Local-Bus zu einer entlegeneren Ansammlung von Ruinen von Wats" - Wat = Tempel. Auch dies ein Traum. Es ist einfach so unglaublich schoen hier. Wir bleiben noch 2 Naechte hier, um uns dann auf den Weg nach Vientiane, Laos zu machen!
Wie Joerg schon schrieb : Fotos kommen nach!
P.S. Ich bin positiv ueberrascht ueber euren vielen Rueckmeldungen: Weiter so, wir freuen uns!

028 Thailand ist schoen

Vielen Dank fuer die vielen Geburtstagsgruesse. Ich haette mich gerne mit ein paar Fotos bedankt, aber leider erkennt der Rechner, an dem ich sitze, weder die Kamera noch die SD-Karten. Dies werde ich aber nachholen, versprochen. Ich weiss doch, das einige von Euch den Quatsch den ich schreibe nicht lesen, sondern nur Fotos sehen wollen.
Wir sind gestern, an meinem Geburtstag, von unserem ersten Backpacker in Sukhothai in unseren zweiten Backpacker gezogen. Obwohl es die gleichen Bongalows waren, die wir vor drei Jahren hatten, hat sich das Ambiente ungemein veraendert - der Besitzer hatte gewechselt. Der Backpacker sieht leider nur noch trostlos aus.
Aber wir haben den alten Besitzer in seinem neuen Backpacker ausgemacht und haben gewechselt.
Boah eyh ist der schoen.
Was uns noch nachtraeglich in unserem Wechselwunsch bestaetigte, waren zwei weibliche deutsche Touristen aus Koeln, die in dem gleichen Backpacker - dem ersten - die ganze Nacht Bettwanzen gejagt haben, oder besser von Ihnen gejagt wurden. Die beiden armen Maedels hatten am ganzen Koerper kirschgrosse Flecken von den Bissen (haben sie erzaehlt, ich durfte nur ein paar Bisse im Gesicht und Dekoltee sehen).
Wir haben hier um die 32Grad im Schatten, recht hohe Luftfeuchtigkeit und ein laues Lueftchen weht. Herrlich!! Das ideale Wetter um zu glauben, dass Schnee, Regen und Frost der letzten Wochen in Deutschland, nur unserer Fantasie entsprungen sind.

Freitag, 22. Januar 2010

027 Sukhothai

Aus den Reaktionen auf unseren letzten Eintrag schliessen wir, dass einige Leser eher mit Bildern der Damen und deren Faehigkeit erwartet haben anstatt von Moenchen. Aber glaubt uns, es ist besser so.
Gestern haben wir uns dann Zugtickets gekauft, um von Bangkok nach Sukhothai zu kommen. Zuerst mussten wir uns an allerhand Schleppern und Touristenfaengern zum eigendlichen Zugticketschalter durchkaempfen. Diese Naepper bieten einem freundlichen ihre Hilfe bei der Auswahl und Kauf der Tickets an und hauen dich dann gewaltig uebers Ohr. Aber wir waren schlauer und sind ihnen nicht auf den Leim gegangen. Wir sind direkt auf den Schalter zu und haben uns eine Ticket gekauft. Der Verkaeufer war nett, sehr hilfsbereit und konnte gut englisch.
Trotzalledem haben wir gekonnt das Ticket fuer einen falschen Tag gekauft...
Hinter uns bildete sich schon eine ansehliche Schlange, aber bevor wir gingen ist uns der Fehler zum Glueck aufgefallen und haben es doch noch geschafft das richtige Ticket zu kaufen.
Abends verschaffte sich Julia etwas Luft und lies sich die Haare schneiden. Keine Glatze, so wie ich vor 3 Jahren, aber fuer die Julia schon sehr kurz.
Tja und dann sind wir heute entspannt mit dem Zug zuerst 5 h nach Phitsanulok und dann mit einem Klapperbus 2h weiter nach Sukhothai gefahren. Der Bus hatte eine aussergewoehnliche gute Haftung mit dem Strasse, so dass wir jede, aber auch wirkliche jede kleine Bodenwelle mit unserem Hintern spueren konnten. Diese Erschuetterungen pflanzten sich bis zu unserm Kopf fort, in dem jedesmal unsere Zaehne aufeinander schlugen.

Auch heute habe ich wieder etwas gelernt: Wenn auf dem Tisch eine Heinz/Ketchupflasche mit einer roten Sosse steht, und diese Sosse, nicht wie ueblich bei den Heinz-Ketchupflachen eher widerspenstig aus der Flasche kommt, sondern sich allzu schnell auf den Teller ergiesst, SEI VORSICHTIG. Sie koennte hoellisch scharf sein. Was sie auch war und ich ueberhaupt nichts mehr vom Fruehstueck schmecken konnte.

Donnerstag, 21. Januar 2010

026 Bangkok bei Nacht

Gestern haben wir uns nach einigen Tempeln dann BKK bei Nacht angeguckt und sind tatsaechlich in die beruehmt beruechtigte PingPongShow angesehen: thailaendische Bauch-Beine-Poo-Gymnastik wurde uns von unaesthetisch von gelangweilten und in die Jahre gekommenen Damen praesentiert. Nachdem wir mit Bananen beschossen wurden, wollte die Chefin uns auch noch richtig abzocken. Da ist der Joerg aber boese geworden, bevor wir andere Touristen aufstacheln konnten, wurde der Preis dann auf 1\6 gesenkt - auch das noch viel zu teuer, aber gut...
Unser Hostel hat eine super Lage, nur man selber liegt nicht so gut des Nachts> die Betten fuehlen sich an wie ein mit Stoff ueberzogener Klotz aus Beton! Genau das richtige fuer unseren Jetleg.
Morgen geht es dann weiter nach Sukothai, raus aus dem grossen, lauten und schmutzigen BKK.

Dienstag, 19. Januar 2010

025 Wir sind angekommen



Wir sind heute in Bangkok gegen 16.00 Uhr Ortszeit geladet. Obwohl das Flugzeug komplett ausgebucht war und wir im Mittelgang sassen, konnten wir recht gut schlafen. Nach den Einreiseformalitaeten machten wir uns mit einem Taxi auf die Suche nach unserem Hostel. Wir hatten zwar kurz ueberlegt mit dem Bus in die Stadt zu fahren, taten aber gut daran das Taxi genommen zu haben. Unser Fahrer musste im Hostel anrufen, um die richtige Strasse zu finden. Was nicht so einfach war, denn der Backpacker liegt versteckt in einer kleinen Seitenstrasse, die wir alleine gar nicht erst gefunden haetten.

Danach lernte ich (Joerg) zwei Sachen:
1. wir haben viel zu viel Gepaeck mit. Das lernte ich, weil hier andere Touristen mit Rucksaecken rumlaufen, die zwar gleich Gross aber viel leerer aussehen.
2. auch Gruenes Chillie kann hoellisch scharf sein. Rot = scharf, Gruen = schaerfer schaerfer