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Freitag, 4. Juni 2010

065 Sydney, ein Abschied

Wir sind in den letzten Zuegen, morgen sind die 2 Monate Australien schon um. Nach dem Tauchen sind wir nochmal bei Graham und Julia vorbeigebremst, um ein paar Sachen zu waschen (haben uns da erfolgreich durchgeschnorrt) und arbeiteten uns dann die Ostkueste nach Sydney runter. Wir muessen aber sagen, wir sind leicht enttaeuscht von dieser Seite Australiens. Hier gibt es alles und das auch noch im Ueberfluss und die Straende sind zum Teil von so haesslichen Bauten verschandelt, dass man auch gleich auf Malle haette bleiben koennen. Also haben wir den Strand hinter uns gelassen und sind ins Hinterland gefahren. Dort wartete eine gruene Huegellandschaft auf uns und wir fuehlten uns gleich ins Sauerland versetzt. Als aus den Huegeln dann Berge (1500m) wurden und der Regen zunahm, sanken auch gleich die Temperaturen, besonders nachts in unserem Camper. Wir freuen uns schon auf Neuseeland. Wir waren in den Blue Mountains, wo wir nicht ueber sondern zwischen den Wolken waren....

Seit 2 Tagen sind wir nun in Sydney bei Regen und Temperaturen um 8 Grad und das heisst fuer uns: Kulturprogramm. Kaffee trinken, lesen, das Opernhaus besichtigen. Das ist uebrigens ein sehr faszinierendes Bauwerk! Anschliessend haben wir uns dann Karten fuer eine in den Himmel gelobte, (noch) unbekannte Saengern geholt, die ihr Debuet am Opernhaus in Sydney gibt. Vielleicht kennt Ihr sie ja.....Holy Miranda.
Um die Darbietung mit Julias treffenden Worten zu beschreiben: Eintoenig.
Ich persoenlich empfand es noch schlimmer, bin aber auch eher ein Kunstbanause, hege trotzdem den Verdacht, dass sie zwischendurch den Text vergessen hat, so haeufig wie sie uuuuaaaahhhh und mmmmmhhhhnnnn gemacht hat.
Anschliessend wurden die weissen Segeln des Opernhauses von einem Projektor bunt angestrahlt. Das war dann wiederum sehr schoen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

064 Ein Tag am/im Meer

Unser Tauchtripp ist gestern ausgefallen und so hatten wir einen ganzen Tag am Meer zum Nichtstun Zeit. Wir haben die Zeit genutzt und haben den Tag an einem einsamen Strand verbracht. Wo wir gerade sind, fragt ihr? Wir sind mit unserem neuen Camper (bald haben wir alle Modelle durch) von Brisbane Richtung Norden zu einem Ort in Australien gefahren, der sich keinen Namen leisten konnte. Tja, sowas gibt es, glaube ich, nur hier. Der Ort heisst Siebzehnsiebzig (1770), damit man die Zahl nicht mit der Postleitzahl verwechselt, schreibt man manchmal auch Town of 1770. Wir sind hier aber nicht wegen der Zahl oder weil hier Captain James Cook, ratet mal in welchem Jahr, hier gelandet ist, sondern wegen des Graet Barrier Reefs.



An dem waren wir dann heute tauchen. Brrrrrr, wir haetten uns fast wichtige Koerperteile abgefroren trotz doppelten Neoprenanzug. Aber es war wunderschoen. Wir haben bei einer Insel mit Lagune getaucht die sich Lady Musgrave nennt. Beim ersten Tauchgang, wo wir keine Kamera mit nehmen konnten, haben wir vor dem Riff getaucht und einen White Tip Reef Shark bei der Jagt beobachten koennen. Beim zweiten Tauchgang in der Lagune konnten wir unsere Kamera mitnehem, da wir nur knapp 7m tief waren. Aber seht selber:

Dienstag, 25. Mai 2010

063 Very British

"Same precedure as last year, Miss Sophie." -
"Same precedure as every year, James."
So fuehlten wir uns die letzten 4 Tage, unsere Gastgeber hiessen allerdings Julia und Graham. Um von vorne anzufangen: Julia und Graham haben wir in Vietnam in einem kleinem Restaurant getroffen. Dort waren wir die einzigen Gaeste und kamen schnell, aber zunaechst unverbindlich miteinander ins Gespraech. Als wir uns dann von den Beiden verabschieden wollten, reichte uns Graham seine Karte und meinte: wenn Ihr auf Eurer Reise in Australien seid, dann kommt doch mal vorbei. Das darf man uns nie anbieten, denn solche Angebote nehmen wir immer gerne an. Also, planten wir Australien und damit Graham fest ein.
Wir verbrachten die 4 Tage unseres Besuches nach einem, man kann schon sagen, striktem Tagesplan. 9.00 Uhr Fruehstueck (Englisches Fruehstueck mit fuer uns extra gekauftem German Bread). 12.30 Uhr Lunch, 16.00 Uhr Teatime, 17.00 Uhr gab es einen Dry Martini on ice. 18.30 Uhr Dinner. Am Wochenende fuhren wir mit dem Schwiegersohn und seinem Boot auf eine einsame Insel (vor Brisbane gibt es davon 350), wo dann standesgemaess Champagner und Shrimps-Haeppchen gereicht wurden. Die Konversation fand natuerlich in britischem Englisch statt, das dazu fuehrte, dass sogar Julia verbessert wurde. Es war besser, als es sich vielleicht anhoert. Julia und Graham sind zwei absolut faszinierende und gastfreundliche, in der Welt weit gereiste Persoenlichkeiten, die, beide ueber 70, eine ueberraschende Offenheit und geistige Lebendigkeit an den Tag legen. Graham ist ein Gentleman alter britscher Schule durch und durch. Beide immer hoeflich und ueberaus zuvorkommend, geuebt in Konversation und Rethorik. Dabei war es nicht steiff, trocken oder gar langweilig, denn wir haben viel gelacht und uns herrlich amuesiert.


War es anstrengend? Ja, ein wenig, aber ein absult einmaliges, praegendes Erlebnis britscher Gastfreundlichkeit in Australien.

Samstag, 15. Mai 2010

062 Verschnaufpause oder Funktionsunterwaesche

Nachdem wir unsere Uebergroesse an Camper abgegeben haben, waren wir noch kurz in Alice Springs, diesmal haben wir in einem coolen Bus geschlafen. Nun sind wir in Adelaide angekommen - unsere erste Millionenstadt in Australien!!! Wie aufregend. Der Brunnen, der uns als Attraktion angepriesen wurde, ist 2m gross. Wir waren am ersten Abend aus! Wir wollten ein Bier trinken und einen Schoko-Pudding essen - um 8.35pm. Das Bier haben wir bekommen, den Schoko-Pudding nicht, da die Kueche dieser Lokalitaet um 8.30pm schliesst.
Na gut, die Australier gehen alle frueh ins Bett, aber wenn man in einer Restaurant-Bar um halb neun kein Dessert mehr bestellen kann......Naja, wir gehen also hier Kaffee trinken, spazieren und shoppen. Die letzten Naechte im Camper war es schon sehr kalt (es gab schon Morgenfrost), also haben wir hier gute Funktionsunterwaesche aus Merino-Wolle gekauft. Schliesslich blicken wir auf eisige Zeiten: Neuseelands Winter im Camper!
Achja, wir haben doch tatsaechlich - die Millionenstadt macht's moeglich - Roggenbrot gefunden. Unser erstes deutsches Brot, neben dem Pumpernickel. Wir haben sogleich unser Taschenmesser ausgepackt und uns auf die naechstbeste Bank gesetzt. Welch ein Festmahl!!!!



Donnerstag, 13. Mai 2010

061 Ein ganz gewoehnlicher Tag

Wir haben viele Mails von Leuten bekommen, die uns fragten, wie sieht eigendlich so ein Tag bei Euch aus. Diese Frage wollen wir euch gerne mit ein paar Bildern beantworten.

Zuerst muessen wir aufstehen, bzw. ersteinmal wach werden. Die Sonne geht gegen 6 Uhr auf, und gegen 7 Uhr kann es schon bruetend heiss im Wagen werden. Zum Fruehstueck gibt es dann Kaffee, Pumpernickel (es gibt hier kein anderes essbares Brot), Salami und Kaese.



Dann fahren wir meist ein paar Kilometer. In den
letzten 5 Wochen haben wir ca. 11.000 km zurueckgelegt. Das sind durchschnittlich 310 km am Tag.


Im Laufe des Tages gehen wir durchschnittlich 8-10 km auf Wanderschaft in der wundervollen Landschaft hier. Die Walking Trails sind hier sehr gut ausgebaut, manchmal aber ein wenig abenteuerlich: Machmal muessen wir klettern (aber immer sehr einfach und sicher), manchmal muessen wir einen Fluss oder ein Wasserloch durchqueren. Natuerlich machen wir hier meist ein paar Fotos, um diese dann zu veroeffentlichen:


Abends kochen wir dann und geniessen den Sonnenuntergang. Manchmal lernen wir ein paar Gleichgesinnte auf dem Campingplatz kennen, mit denen wir dann einen schoenen Abend verbringen. Da die Sonne hier in der Mitte Australiens gegen 18.30 Uhr untergeht und dann die Temperaturen von Tags 35 Grad auf 3 Grad fallen, gehen wir meist frueh und warm eingepackt ins Bett.


Manchmal machen wir aber auch einfach nichts.